Der Anstoß, sich mit der Situation älterer Menschen auseinander zu setzen, kam von einer Gruppe von Studierenden der Sozialpädagogik an der Technischen Universität Berlin. Im Rahmen einer praxisorientierten Studienphase kristallisierte sich heraus, dass für die besonderen Bedürfnisse vieler Ältere, speziell in einer Großstadt wie Berlin, kein übergreifendes Angebot zur Verfügung stand.
Die bestehenden Angebote, auch telefonischer Art, wurden daraufhin untersucht, ob ihre Aufmerksamkeit auch dieser Bevölkerungsgruppe gilt. Nachdem deutlich wurde, dass ein spezifischer Bedarf bestand, machten sich die Initiator/innen an die praktische Umsetzung ihres Vorhabens. Wichtig war ihnen als Jüngere, nicht nur etwas für Ältere zu machen, sondern auch mit ihnen. Im Dialog der im Projekt vertretenen Generationen konnte gegenseitiges Verständnis geschaffen werden, welches eine wichtige Basis für die folgende Arbeit am Telefon war.
Das Berliner Seniorentelefon stellt den praktischen Beweis dar, dass Solidarität zwischen den Generationen möglich ist. Sozial bewusste Jüngere und Ältere, die ihre vorhandenen Kompetenzen für sozial Schwache einsetzen, versuchen gemeinsam der Tendenz der Vereinzelung entgegen zu wirken.